Das Tagebuch der Wanderer/Klimawandel und Aggression


Alles fing an als ich vor 30 Jahren am damaligen Flugplatz Tempelhof in Berlin wohnte.
Irgendwann habe ich dort extreme Migräneanfälle bekommen und kein Arzt konnte etwas dagegen tun und Schmerzmittel wirkten nicht.
Dann kam ich an einen Arzt der mir MCP Tropfen empfahl, die damals noch weitaus wirksamer waren. Inzwischen taugen die auch nichts mehr, da die Zusammensetzung extrem verdünnt wurde und sie sind fast wirkungslos.
Damals war das anders und die Tropfen waren äußerst hilfreich.

Später lernte ich Leute kennen die genau dasselbe Problem mit den äußerst starken Migräneanfällen hatten und ich hatte das Gefühl das das alles in Beziehung miteinander stand.
Wir alle wohnten in unmittelbarer Umgebung zueinander und alle hatten extreme medizinische Probleme.
Ich begann zu recherchieren und stieß bald auf eine ziemlich merkwürdige Geschichte.

In Zeiten des kalten Krieges war die Überwachung des gegnerischen Luftraums extrem wichtig und deshalb hatten die Amerikaner rings um den Flughafen Tempelhof eine riesige Antenne rund um den Flughafen Tempelhof eingebuddelt.
Das Ding war wirklich gewaltig und wer genauere Informationen möchte kann hier weiter nachschauen.
In unmittelbarer Nähe aller Betroffener war damals ein Eingang zu der erwähnten Ringantenne und hier war die Abschirmung anscheinend weitaus geringer so das die Strahlung wohl fast ungehindert austreten konnte.
Und das ist wohl der Grund für die Gesundheitlichen Probleme der Betroffenen gewesen. Jedenfalls setzte bei allen fast sofort eine schlagartige Verbesserung des Gesundheitszustandes ein nachdem sie von dort fortgezogen sind, so auch bei mir denn ich bin in die die Nähe des Alexanderplatzes gezogen.

Auftritt HAARP.
Über das Haarpprojekt ist 1998 etwas bekannt geworden als die Grünen im Europaparlament die Abschaltung bzw. Einstufung des Projekts als Kriegswaffe durchsetzen wollten.
Bei dieser Aktion, die im Sande verlief, zeigten die Amerikanern den Europäern den Mittelfinger und machten ungeniert weiter.
Inzwischen halten die Europäer die Füße still, weil sie selbst solche Anlagen betreiben, unter anderem eine große Anlage in der Nähe von Trondheim aber auch hier im Land gibt es genug von diesen Anlagen.
Sie sind überall verteilt, auch in der Nähe von Berlin.
Sie dienen der militärischen Nachrichtenübermittlung da die dort verwendete Technik ohne Relaisstationen auskommt und praktisch nicht blockiert werden kann.
Was hat das ganze denn nun mit Klimawandel und Aggression zu tun? Absolut alles!!!

  • 1. Es sind Mikrowellenstrahlen die von den Projektoren abgestrahlt werden und diese Treffen nach dem Start auf die Ionosphäre und werden dort wie die Kugeln auf einem Billardtisch abgelenkt.
    An diesen Kollisionspunkten erhitzt sich die Atmosphäre extrem stark und da diese Technik inzwischen von allen benutzt wird, ist die Erwärmung der Atmosphäre dauerhaft.
    Es wird auf Teufel komm raus in der Atmosphäre durch die Militärs aller Staaten rumgeballert.
    Das, und nur das, ist der Grund für die „Erderwärmung“ und der Schwachsinn mit dem CO2 ist ein reines Ablenkungsmanöver und eine Verringerung des CO2 Ausstoßes würde bedeuten das die Leistung der Projektoren nach oben gefahren werden kann.
    Die Erwärmung der Erdatmosphäre wird sich also in jedem Fall erhöhen, da die MIlitärs nicht im Traum dran denken die Projektoren abzuschalten.
    Wer mehr Informationen haben möchte kann einfach das Stichwort „Ionosphärenheitzer“ bei Google eingeben.
  • 2. Die Frequenzen, die verwendet werden haben direkte Auswirkungen auf die Bereiche des Gehirns, die für das menschliche  Aggressionsverhalten zuständig sind und sie beschädigen dauerhaft angewandt, diese Bereiche und die betroffenen Menschen werden in ihrem Verhalten immer Aggressiver bis sie keinerlei Kontrolle mehr darüber haben und alles und jeden entweder Verletzen oder Töten.Dieses Problem betrifft uns ALLE.
    Das ist der wirkliche Grund für das massiv erhöhte menschliche Aggressionsverhalten, da man permanent von dieser Strahlung bombardiert wird und das mit der 5G Strahlung ist nur ein Nebengeplänkel dabei. Den Menschen wird im wahrsten Sinne des Wortes der Verstand weggebrannt und sie verwandeln sich in Zombies.

In der heutigen Welt wird durch die Medien und die Politiker so unglaublich viel gelogen und manipuliert das die Wahrheit, wie die Titanic, längst untergegangen ist.

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Das Tagebuch der Wanderer/Isabels Geburtstag


02.08. – Für Isabel

Gestern, am 02.08., hatte mein Engel Isabel Geburtstag. Vier Jahre sind vergangen, und ich vermisse sie jeden Tag.

Aus meinem Umfeld höre ich oft: „Kehre doch ins normale Leben zurück. Umgib dich mit den Lebenden.“ Also habe ich gestern ihre Bilder gelöscht, ihr Buch weggelegt. Für einen Moment fühlte es sich „richtig“ an — wie Gehorsam gegenüber einer Regel, die nie die meine war.

Heute wache ich auf und denke: Was für ein Unsinn.
Warum sollte ich die eine Person, die mir wirklich gutgetan hat, aus meinem Leben entfernen — während ich andere, die mir nicht gut tun, behalte? Das ist doch die eigentliche Schizophrenie.

Also habe ich die Entscheidung zurückgenommen: Bilder wieder sichtbar, Buch zurück ins Regal, Erinnerung angeschaltet. Denn, ehrlich gesagt, sind viele „Lebende“ toter als Isabel — gefühllos, wie Untote im Tageslicht. Isabel ist lebendig in allem, was sie berührt hat: in meinem Blick, meinem Atem, meinem Takt.

Ich sehe es klarer denn je: Wir leben in einer Gesellschaft, die das Gute ausblendet und sich mit dem Schlechten umgibt — aus Bequemlichkeit, aus Angst vor Tiefe. Ich nicht. Ich entscheide mich für das Gute, das mich getragen hat. Für Isabel. Für Erinnerung als Nahrung, nicht als Last.

Das ist mein „normales Leben“: wahrhaftig, nicht verordnet. Und in diesem Leben hat Isabel Platz — jeden Tag.

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Das Tagebuch der Wanderer/ Maria Magdalena


Maria aus Magdala: Die verdrängte Erstzeugin.

These: Maria Magdalena war in der frühchristlichen Bewegung eine eigenständige, einflussreiche Gestalt — Heilerin, spirituelle Lehrerin, finanziell unabhängig. Die spätere Kirche „vermännlichte“ ihre Erzählung, bis aus der Erstzeugin eine reuige Sünderin wurde. Was wir heute „Jesus-Tradition“ nennen, ist — so meine Lesart—mindestens ebenso Kirchenpolitik wie Offenbarung.

1) Eine Frau mit Rang – vor jeder Umdeutung

In den Evangelien erscheint Maria aus Magdala als Zeugin von Kreuzigung und erste Verkünderin der Auferstehung. Eine Frau, die niemandem Rechenschaft schuldet, die reist, finanziert, heilt. All das sind Marker von Autorität — unabhängig von jeder späteren Legende. Meine Frage lautet: Was, wenn vieles, was man Jesus zuschreibt, zuerst mit ihr verbunden war — Lehre, Heilung, Charisma?

2) Institution statt Charisma – die „Vermännlichung“

Mit der Institutionalisierung der Kirche (4. Jh.) verengt sich das Amt. Das Konzil von Laodicea untersagt Frauen den Altardienst und die Ordination (umstrittene Kanones, aber symptomatisch). Solche Verbote implizieren: Vorher wirkten Frauen real im Amt — Apostelinnen, Diakoninnen, Leiterinnen.

Das Problem: Die Quellenlage gibt Maria Magdalena weiterhin Vorrang. Man kann sie nicht löschen — also umdeuten.

3) Die große Verschmelzung: von Apostolin zur Sünderin

Der syrische Lehrer Ephräm (4. Jh.) verwebt unterschiedliche Frauenfiguren: die Namenlose bei Markus/Matthäus, die Sünderin bei Lukas, Maria Magdalena (Lk 8,2: „sieben Dämonen“).
Gregor der Große (591) macht daraus Lehrmeinung: Maria Magdalena = Sünderin = Wohltäterin = Schwester des Lazarus. Zudem prägt er die Deutung der „Sünden“ als sexuelle Verfehlungen. Ergebnis: Aus der Apostolin wird die Prostituierte, aus Autorität wird Reue. Erst 1969 revidiert Rom offiziell diesen Komplex — zu spät, zu tief sitzt das Bild.

4) Machttechnik mit Heiligenschein

So lese ich die Geschichte: Wo Frauen als geistliche Subjekte auftreten, greift die Institution zu Narrativmanagement. Nicht durch offene Abwertung, sondern durch ikonische Neuordnung: Aus dem Lehren wird Lauschen, aus dem Führen Folgen, aus dem Ursprung Abgeleitetes. Dass dabei Gewalt im Namen Gottes — Kreuzzüge, Pogrome, Hexenverfolgungen — politisch abgesegnet wurde, ergänzt das Muster: Macht geht vor Gnade.

5) Provokation (als Frage formuliert)

  • Was, wenn „Jesus“ in Teilen Literatur ist — ein Redaktionsprodukt, das in einer männlich dominierten, weitgehend analphabetischen Welt Ordnung stiften sollte?
  • Was, wenn Maria die Trägerin war — und der männliche Held konstruiert, um Autorität an Männerkörper zu binden?

Ich weiß: Das ist provokant. Aber die historische Spur der Umdeutung ist greifbar — und sie zeigt, wie Narrative Autorität verteilen.

6) Warum das heute zählt

Weil Repräsentation die Deutungshoheit über Gott, über Körper, über Freiheit prägt. Wenn die Erstzeugin zur Sünderin umgeschrieben wird, schrumpft die Welt der Frauen. Wenn wir das benennen, weiten wir den Raum wieder.

7) Coda: Die Hand, die zuerst berührt

Auf der Bühne der frühen Bewegung sehe ich sie zuerst: die Hand Marias, die berührt, verkündet, ordnet — nicht als Beiwerk, sondern als Ursprung.
Wenn das stimmt, ist die „Unkenntlichmachung“ nicht nur Anekdote, sondern Kern der Sache. Und die Korrektur nicht Luxus, sondern Gerechtigkeit—gegenüber einer wahrhaft großen Frau.

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Das Tagebuch der Wanderer/ vier Jahre


Vier Jahre ohne Isabel.

Fast vier Jahre ist es her, dass mein Mädchen nach einem langen, schweren Kampf gegangen ist. Sie fehlt mir jeden Tag. Mein Zorn auf ihre unfähige Ärztin glimmt noch—nicht als Pose, sondern als Wunde, die nicht ganz schließt.

Ich versuche, mein Leben zu ordnen. Ohne Isabel ist das mühsamer. Sie war Struktur und Sinn in einem: die Liste am Kühlschrank, das Lachen in der Küche, der Blick, der mich wieder gerade stellte. Jetzt ist vieles nur Funktionieren.

Wütend bin ich auch auf ihre sogenannte Familie. Sie haben gegen ihren Willen entschieden, sie verbrennen lassen—und sie nicht nach Madeira gebracht, dorthin, wo sie hingehört, zu ihren Eltern, zu dem Meer, das sie geliebt hat. Stattdessen liegt sie hier, in der Fremde. Das tut weh, tiefer als Worte.

Und doch: Was immer ich tue, sie kommt nicht zurück. Also lerne ich weiterzuleben mit all dem, was bleibt—mit Bildern, Gerüchen, Sätzen; mit dem Geräusch, das die Wohnung macht, wenn niemand antwortet.

Ich trage eine Gewissheit in mir, leise, hartnäckig: Wir sehen uns wieder.
An einem Tag, der gut sein wird. An einem Ort, der nahe ist. Und dann halte ich sie wieder im Arm. Bis dahin gehe ich—schrittweise, unvollkommen, aber aufrecht—durch die Zeit, die mir bleibt.

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Das Tagebuch der Wanderer/ Glaube

„Und Gott schuf den Menschen zu
seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er
ihn; und schuf sie als Mann und Frau.“ Gen. 1, 27


Wer spricht hier eigentlich? Bibel, Macht – und Michelangelos Gegenrede

Ich fand einen bestimmten biblischen Satz schon immer seltsam.
Wer kann wissen, was „Gott“ gesagt oder getan haben soll? Warum der Sprung von der Einzahl („ihn“) zur Mehrzahl („sie“)? Und was ist die tiefere Bedeutung von Michelangelos „Erschaffung Adams“?

1) Wer legt Gott Worte in den Mund?

Meine These ist schlicht: Gott hat nichts gesagt – Menschen haben gesprochen.
Die Texte, die wir Bibel nennen, wurden von Menschen verfasst, redigiert, kanonisiert: Mönche, Theologen, Päpste, Fürsten – mit Interessen, Dogmen, Agenda. Vieles darin ist Überlieferung und Deutung, manches Übernahme aus älteren Religionen und Mythen. Die „Konstantinische Schenkung“ ist das Paradebeispiel: ein Dokument, das die Kirche später selbst als Fälschung anerkennen musste – und das dennoch über Jahrhunderte politische Macht stützte.

Aus „Gott will …“ wurde immer wieder ein politischer Imperativ. So rechtfertigte man Kreuzzüge, Pogrome, Hexenverfolgungen – Gewalt gegen das Andere, das Abweichende, oft gegen Frauen. Nicht Gott handelte, Institutionen handelten – und begründeten es mit Gott.

2) Realität der Institution – nicht des Himmels

Es gibt eine Blutspur der Geschichte, für die Kleriker, Fürsten, Funktionäre Verantwortung tragen. Nicht jeder Gläubige, nicht jede Kirche – aber Institutionen, die Macht in Gottes Namen ausübten. Opfer wurden selten rehabilitiert, Täter noch seltener konsequent zur Rechenschaft gezogen. Das ist keine Lästerlust, sondern geschichtliche Nüchternheit.

3) Michelangelo: das Wagnis der versteckten Botschaft

Michelangelo († 1564) war ein Genie – und er war mutig. Er schob Andeutungen in seine Kunst, die ihm, offen ausgesprochen, den Scheiterhaufen eingebracht hätten. In der „Erschaffung Adams“ liegt eine dieser Andeutungen: Die Gottfigur mit Engeln ist in Form und Kontur verblüffend kongruent mit einem Seitenriss des menschlichen Gehirns – inklusive markanter Regionen. Das Bild lässt sich so lesen: Bewusstsein (das Gehirn) erzeugt das Bild Gottes, nicht umgekehrt.

Auch die Gestik ist Aussage: In der heute sichtbaren Version wirkt Gott der aktive und Adam der passive Pol. Es gibt die plausible Lesart (und Hinweise in Skizzen und Übermalungen), dass ursprünglich Adams Finger den aktiveren Impuls gab. Die Deutung zugespitzt: Der Mensch erschafft Gott in seinem Bilde.

Diese Lesart ist keine Pflicht – aber eine mögliche und, historisch betrachtet, kühne Deutung.

4) Die Frage hinter allen Fragen

Wenn Menschen Gott sprechen lassen, müssen wir fragen: Wer spricht – und wofür? Wo endet Glaube als existenzielles Vertrauen, wo beginnt Machttechnik? Wo wird Spiritualität zur Legitimation?
Es geht nicht darum, persönliche Gotteserfahrungen zu pathologisieren. Es geht darum, Institutionen nicht mit Transzendenz zu verwechseln.

5) Umkehr der Formel

Die biblische Formel „Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde“ kann man umdrehen – zumindest als kritische Gegenthese:

Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde – als Spiegel seiner Sehnsucht, seiner Angst, seiner Ordnungsliebe und seines Machtwillens.

Ob man diese Umkehr teilt oder nicht: Sie zwingt uns, Verantwortung zu übernehmen. Denn wenn Gott nicht der Autor jedes Satzes ist, den wir ihm zuschreiben, dann sind wir es – und müssen uns an unseren Worten und Taten messen lassen.

6) Coda

Vielleicht ist Michelangelos versteckte Botschaft genau das: Erkennt euch selbst.
Nicht, um zu entgöttlichen, sondern um das Heilige vom Herrschaftsgerede zu trennen. Nur dann kann Glaube trösten – und Macht sich rechtfertigen müssen.

Zwischen Himmel und Hirn liegt kein Gegensatz, sondern eine Frage: Wer spricht – und mit welcher Verantwortung?

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Das Tagebuch der Wanderer/ 911 und Corona


Warnruf nach Eisenhower

„Wir in den Institutionen der Regierung müssen uns vor unbefugtem Einfluss … durch den militärisch-industriellen Komplex schützen … Nur wachsame und informierte Bürger …“
Dwight D. Eisenhower, Abschiedsrede 1961

11. September 2001. In meiner Sicht regt sich genau jener Apparat, vor dem Eisenhower warnte: der militärisch-industrielle Komplex. Der alte Feind des Kalten Krieges ist bankrott — neue Feinde werden gebraucht. Die Maschine will Schmierstoff: Geld in unvorstellbaren Summen, Blut von Unschuldigen.

Ich sehe Dämonen in Vorstandsetagen — nicht horntragend, sondern maßgeschneidert — die dem Götzen Mammon dienen. Wen kümmert, wer unter Stahltrümmern liegt; wichtig ist die Dividende. Ihre Kinder ziehen nicht in den Krieg. Sie kennen die Algorithmen von Profit ohne Verlust. Suchst du Schuldige? Schau in die Villen fernab jeder Front.

Macht braucht Mythen. Also werden Glauben und Gefühle geborgt — von Kanzeln, Minaretten, Kathedern. Es ist die alte Liturgie der Mobilmachung: heiliger Zorn, geweihtes Leid, geölte Lieferketten.

Und während der MIK die Welt vermisst, wächst — wieder aus meiner Sicht — sein Zwilling: der medizinisch-industrielle Komplex. Auch hier: Märkte, Margen, Menschen. Angst ist ein hervorragender Hebel. Man setzt auf Panik, feiert sich im Heldenlicht der Heilung, und am Ende hat die Bilanz gewonnen. (Dass ich Corona in diesem Kontext als Waffe deute, ist meine Position — keine Aufforderung, Medizin zu meiden. Ich kritisiere Machtkonzentration, Intransparenz und Gier.)

Eisenhowers Satz bleibt die Messlatte: Wachsamkeit. Informierte Bürger, die den Anschluss zwischen Verteidigungsmaschinerie und friedlichen Zielen erzwingen, damit Sicherheit und Freiheit gemeinsam wachsen. Nichts davon ist selbstverständlich. Alles davon ist Arbeit.

Ich plädiere für genau das:

  • Offenlegung von Interessen, Geldflüssen, Verträgen.
  • Grenzen zwischen öffentliche Aufgabe und privatem Profit.
  • Rechenschaft für Entscheider, die Menschenleben in Kennzahlen zerlegen.
  • Und vor allem: für Bürger, die fragen, prüfen, widersprechen — ohne Keulen, mit Rückgrat.

Denn am Ende ist der komplexeste Komplex der, den wir nicht mehr bemerken.

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Das Tagebuch der Wanderer/ Neues aus der Quantenwelt


Im Feld

Seit dem Tod meiner Partnerin taste ich mich an eine Frage heran, die man nicht mit Zahlen erschlägt: Gibt es jenseits des Todes etwas Greifbares?
Je länger ich forsche — erlebend, nicht im Labor — desto deutlicher wird mir: Das Hier und Jetzt ist nur ein Anhängsel am holotalen Feld.

Ich spüre dieses Feld täglich. Manchmal sehe ich, wie scheinbar feste Körper an den Rändern ausdünnen, als würde die Oberfläche kurz den Atem anhalten. Es erschreckt mich — und fasziniert mich zugleich. Also habe ich begonnen, mit dem Feld zu experimentieren. Nicht als Guru, sondern als Lernender. Es klappt oft, manchmal gar nicht. Rückschläge inklusive.

Ein Beispiel: Ein kleiner Dackel mit Organsorgen und Bandscheibenproblemen. Nach einer von mir so genannten „Quantenwelle“ wurde aus dem geduckten Tier ein Springinsfeld — mit Machoallüren, der auch größeren Hunden die Stirn bietet.
In anderen Fällen konnte ich Beschwerden lindern — oder Menschen mit ruhiger Sicherheit sagen: Hab keine Angst vor der bevorstehenden Krebsbehandlung; es wird gut gehen. (Ich ersetze damit keine Medizin. Ich spreche von Haltung, von Resonanz, von einem Feld, das mitarbeitet.)

Doch all das sind Nebenbühnen. Mein eigentliches Ziel ist präziser: der gezielte Eingriff ins holotale System — und die Kommunikation mit demjenigen, der diese holografische Simulation erschaffen hat.

Vielleicht ist das anmaßend. Vielleicht ist es genau das, wofür Bewusstsein da ist: nicht nur Zeuge zu sein, sondern Gesprächspartner. Bis dahin übe ich. Ich höre, ich stimme, ich korrigiere. Und immer öfter antwortet das Feld — leise, aber unmissverständlich.

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Das Tagebuch der Wanderer/ Vergessene Helden/ Wassili Archipow


Ein weiterer Fall aus meiner Serie über die vergessenen Helden.

Wassili Alexandrowitsch Archipow * 30. Januar 1926 im Dorf Sworkowo, Gouvernement Moskau, Sowjetunion; † 19. August 1998 in Kupawna, Russland) war ein Offizier der Sowjetischen Marine.
In der Kubakrise (Oktober 1962) verweigerte er die Zustimmung zum Abschuss eines Atomtorpedos. Dadurch verhinderte er wahrscheinlich einen Dritten Weltkrieg.

Archipow stammte aus einer Bauernfamilie. Sein Vater war Alexander Nikolajewitsch Archipow, seine Mutter Maria Nikolajewna, geborene Kosyrewa.
Nach neunjähriger Schulausbildung trat er 1942 in die 10. Klasse der Leningrader Marinespezialschule ein und im Dezember 1942 in den Vorbereitungskurs der Pazifischen Offiziershochschule. 1945 nahm er als Offiziersschüler auf einem Minenabwehrfahrzeug der Pazifikflotte an Kampfhandlungen gegen die Japaner teil.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er zusammen mit den Offiziersschülern des 3. Studienjahres zur Kaspischen Rotbanner-Offiziershochschule der Seestreitkräfte S.M. Kirow nach Baku kommandiert, die er 1947 absolvierte. Er arbeitete bis Dezember 1975 in verschiedenen Dienststellungen vom Kommandanten des Gefechtsabschnitts 1 (Navigation) eines U-Bootes bis zum U-Boot-Divisionskommandeur in der Nord-, Schwarzmeer- und Baltischen Flotte. 1951 und 1953 beendete Archipow Spezialausbildungen für Offiziere auf U-Booten und 1968 weitere akademische Kurse der sowjetischen Marine.
Von 1975 bis 1985 war er Kommandeur der Kaspischen Höheren Seekriegsschule.
Danach ging er in Pension.

Archipow war während der Kubakrise auf dem sowjetischen, mit nuklearen Torpedos bestückten U-Boot B-59 (Б-59) der Klasse Projekt 641 stationiert.
Am 27. Oktober 1962 wurde dieses U-Boot ohne vorheriges aggressives Verhalten von US-amerikanischen Zerstörern in internationalen Gewässern eingekesselt und mit Übungswasserbomben attackiert, um ein Auftauchen zur Identifizierung zu erzwingen.
Auf der einen Seite war den amerikanischen Streitkräften die nukleare Bewaffnung des U-Bootes nicht bekannt, auf der anderen Seite ging Walentin Sawizki, der Kommandant des U-Bootes, aufgrund des Beschusses davon aus, dass ein Krieg bereits begonnen haben könnte.

Für den Abschuss der Waffen war an Bord des U-Bootes die Zustimmung dreier Offiziere notwendig, namentlich Archipow (Kommandant des Flottenverbands), Sawizki (Boots-Kommandant) und des Politoffiziers Iwan Maslennikow. Archipow lehnte anfangs als einziger von ihnen den Einsatz der Nuklearwaffen an Bord ab, die im Falle eines Angriffes eingesetzt werden sollten, und konnte Sawizki schließlich überzeugen, das U-Boot auftauchen zu lassen, um auf weitere Befehle aus Moskau zu warten.
In der Folge feuerte das U-Boot B-59 keine Nuklearwaffen ab.

Archipow erlag mit 72 Jahren einem Nierenkrebs. Die Erkrankung ist vermutlich auf einen Strahlungsunfall an Bord des Atom-U-Boots K-19 der Klasse Projekt 658 zurückzuführen, eineinhalb Jahre vor der Kubakrise.
Erst im Herbst 2002 wurde auf einer Konferenz zum 40. Jahrestag der Kubakrise in Havanna offiziell bekannt, dass ein Mann namens Archipow die Menschheit vor einem Atomkrieg bewahrt habe.

Ein großer Mann von denen die Welt viel mehr gebrauchen könnte.

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Das Tagebuch der Wanderer/ Vergessene Helden/ Weihnachtsfrieden 1914


In meiner Reihe über die vergessenen Helden, möchte ich heute auf die Männer aufmerksam machen, die vom Sommer 1914 bis ins Jahr 1918 im ersten Weltkrieg gegeneinander kämpften.
Trotz aller Gegensätze fanden sich an Weihnachten 1914 über alle Gräben hinweg, Anzeichen von Menschlichkeit auf allen Seiten.

Der Weihnachtsfrieden (englisch Christmas Truce ‚Weihnachts-Waffenruhe‘) war eine von der Befehlsebene nicht autorisierte Waffenruhe während des Ersten Weltkrieges am 24. Dezember 1914 und an den folgenden Tagen.
Sie fand an einigen Abschnitten der Westfront statt, wo es vor allem zwischen Deutschen und Briten in Flandern zu spontanen Fraternisierungen kam.
Auch an Teilen der Ostfront gab es zu diesem Zeitraum keine Schusswechsel.
Der Weihnachtsfrieden des Jahres 1914 bezeichnet heute vor allem die Ereignisse an der Front zwischen Mesen und Nieuwkapelle, an der sich Deutsche und Briten kriegerisch gegenüberstanden.

Ende des Jahres 1914 hatten die sogenannten Grabenkriege im Ersten Weltkrieg ihren Höhepunkt erreicht.
An der Front im Westen standen sich die Deutschen auf der einen Seite, die Belgier, Franzosen und Briten auf der anderen Seite gegenüber.
Aufgrund schwerer Kämpfe hatten beide Kriegsgegner mit erheblichen Verlusten zu kämpfen, aus diesem Grund wurden schnell Gräben ausgehoben, um Kräfte zu sammeln und einen wirksamen Schutz gegen den Gegner zu haben.
Die Kampfzonen waren bald in einen Stellungskrieg erstarrt und die Soldaten beider Seiten vergruben sich immer mehr in ihren kilometerlangen Schützengräben.
Was die Soldaten inmitten dem ständigen Kugel- und Granatenhagel in diesen Gräben aushalten mussten, war eine schonungslose Qual.

Die Männer litten unter Platzmangel und dem immer allgegenwärtigen Ungeziefer wie Ratten oder Läusen.
Dazu kamen der Dreck und der Schlamm in den Erdlöchern, die ständige Feuchtigkeit verursachte ein großes Leid.
Im Sommer herrschte unerträgliche Hitze in den Gräben, im Winter hingegen eisige Kälte.
Die psychische Belastung für jeden Soldaten beider Seiten war enorm, denn nur eine kleine Unaufmerksamkeit, und die feindlichen Scharfschützen waren zur Stelle und erledigten ihren Auftrag.
Getötete Männer konnten oft nicht weggebracht werden und verfaulten in unmittelbarer Nähe der Gräben, was einen fürchterlichen Gestank zur Folge hatte.
So vegetierten die Soldaten in diesen Schützengräben dahin und die Stimmung beider Seiten war bald am absoluten Tiefpunkt angelangt, denn die Weihnachtszeit brach an.
Die Männer, die in den kalten Gräben feststeckten, dachten an ihre Frauen und Kinder und daran, dass sie nicht mit ihnen in einem warmen Zuhause ein ruhiges Weihnachtsfest feiern konnten.

Am 24. Dezember 1914 bekamen viele Soldaten Weihnachtsgeschenke aus ihrer Heimat und die Sehnsucht nach etwas Ruhe wurde immer größer. Zwischen den Kriegsgegnern wurde vereinbart, dass man die Gefallenen bergen konnte und nicht geschossen werden sollte.
Nachdem die Toten weggebracht wurden, begannen die ersten verfeindeten Soldaten miteinander zu sprechen.
Sie begannen sich gegenseitig schöne Weihnachten zu wünschen und kein Soldat hatte im Moment das Bedürfnis, wieder zur Waffe zu greifen.
Die deutschen Soldaten stellten kleine Tannenbäume, die sie aus ihrer Heimat erhalten hatten, auf die Gräben und zündeten Kerzen an. Auf beiden Seiten fingen plötzlich Soldaten an, Weihnachtslieder zu singen und immer mehr Soldaten verließen ihre Stellungen.
Was sich bald im Niemandsland (zwischen den Gräben liegendes Gelände) abspielen sollte, war unfassbar.

Die Soldaten, die wenige Stunden zuvor noch um Leben und Tod gekämpft hatten, tauschten nun Zigaretten und Essen untereinander aus.
Sie machten sich Geschenke, sangen Weihnachtslieder zusammen und zeigten sich Fotos von ihren Familien.
Es folgte gegenseitiges Haareschneiden und es wurde gemeinsam mit Bier angestoßen. Inmitten von Minenfeldern und Stacheldrahtzäunen wurden Fußballspiele ausgetragen und es kam zu regelrechten Verbrüderungen.
Im Mittelpunkt stand nun nicht mehr der Soldat, sondern der Mensch.
Trotz des schrecklichen Krieges waren die Soldaten auch nur Menschen mit den gleichen Bedürfnissen.
Die meisten Vorgesetzten beider Seiten akzeptieren diesen nicht geplanten Waffenstillstand, aber nur für eine kurze Zeit. Unter Androhung von strengen Disziplinarmaßnahmen mussten sich die Soldaten bald wieder in ihren unbehaglichen Gräben verschanzen und wieder zu ihrer Waffe greifen. Anschließend folgten ein paar Schüsse in die Luft, danach war wieder Krieg.

Dieses Weihnachtsmärchen vom Weihnachtsfrieden, mitten im Ersten Weltkrieg, sollte einmalig in der Weltgeschichte bleiben.
Im nächsten Jahr wurde dieser Weihnachtsfrieden unter Androhung von Kriegsgerichtsverfahren von den Befehlshabern nicht mehr geduldet.
Bis heute hat dieser Waffenstillstand eine bemerkenswerte Aussagekraft, denn wenn die Menschen es wirklich wollen, hat jede Feindseligkeit einmal ein Ende.

Der Erste Weltkrieg, der bis zum Jahr 1918 dauerte, forderte rund 17 Millionen Menschenleben.
Aber in Erinnerung blieb dabei ein vorübergehender Weihnachtsfrieden, in dem die erbittertsten Feinde zusammen feierten und für kurze Zeit sogar zu Freunden wurden.

Es ist sehr bedauerlich das man sich nicht dazu durchringt die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Militär, die mit allen Mitteln Kriege vom Zaum brechen wollen, in einer Arena zusammenpfercht und sie gegeneinander antreten lässt.
Dann wäre das Thema Krieg ein für alle mal vom Tisch und keine Unschuldigen müssten mehr für den Machtwahn solcher Monstren sterben.

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Das Tagebuch der Wanderer/ eine Ewigkeit

Es ist jetzt zweieinhalb Jahre her, seitdem mein Mädchen diese Welt verlassen hat und man sollte denken, das der Schmerz mal nachlässt, aber nein, er bleibt.
Manche Tage sind nur schwer zu ertragen, weil die Erinnerung an sie immer noch sehr lebendig ist.
Ich ertappe mich immer wieder dabei, das ich nach einem schönen Tag zum Handy greife um sie anzurufen und ihr vom Tag zu berichten, und es ist dann schwer das Telefon wieder wegzustecken, weil mir  bewusst wird, das am anderen Ende niemand mehr ist.

Ich war schon immer jemand der für manche Dinge länger braucht, aber selbst jetzt als ich das hier schreibe, schnürt es mir die Kehle zu und ich bekomme nur schwer Luft.
Sie fehlt mir wahnsinnig jeden verdammten Tag.

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