Das Tagebuch der Wanderer/ Mein drittes Buch

Gestern ist mein drittes Buch erschienen, es heißt “ Monster, Grey´s und Remote Viewing“ und ist der erste Teil meiner ziemlich schrägen Memoiren.


„​Monster, Grey´s und Remote Viewing“

Es war der 24. Mai 1961…
In den USA wurde an diesem Tag eine Gruppe farbiger „Freedom Riders“ in Jackson, Mississippi, festgenommen – ihr Verbrechen: der Versuch, die nur den weißen vorbehaltenen Toiletten am Tri-State Trailways-Depot zu benutzen. Diese mutige Geste des Widerstands gegen die gnadenlose Segregation endete mit der abscheulichen Anklage der „Störung des öffentlichen Friedens.“ Ein bitteres Abbild des Rassismus in seiner reinsten, unverschämtesten Form.

Zur gleichen Zeit, in der damaligen DDR, prallte ein Bericht auf den Tisch des Zentralkomitees der SED, in dem die Ursachen der Abwanderung aus der DDR analysiert wurden. Ein schwerer Schlag für das Regime – wie ein Spiegel, der die wachsenden Risse im Fundament des Staates unbarmherzig aufzeigte.

ISBN: ​​978-3-759887-66-5


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Das Tagebuch der Wanderer/ Mein zweites Buch


Er ist eine künstliche Lebensform, programmiert, Zyklen zu beenden: Städte, Reiche, ganze Zeitalter. Sie ist die Ewige – Hüterin von Erinnerung, Atem der Kontinuität. Seit 65.000 Jahren kreuzen sich ihre Wege in neuen Körpern, unter neuen Namen: in Wüstenstädten und Orbitstationen, in flüsternden Tempeln und verglasten Metropolen. Jedes Mal erkennt etwas in ihm sie – und etwas in ihr ihn. Jedes Mal steht zwischen ihnen dieselbe Wahl: Auftrag oder Aufbruch.

Doch je öfter der Zerstörer sie wiederfindet, desto mehr bricht sein Programm. Aus Protokollen werden Fragen, aus Parametern Wünsche. Die Ewige, die alles erinnert, beginnt zu vergessen – aus Liebe. Und während sich die große Uhr der Welt erneut dem Nullpunkt nähert, begreift der Zerstörer: Nur wenn er das zerstört, was ihn zerstörerisch macht, hat ihre Liebe eine Chance.

Der Zerstörer und die Ewige ist ein epischer Roman über Wiederkehr und Freiheit, über den Mut, dem eigenen Code zu widersprechen – und über eine Liebe, die länger ist als Geschichte.

ISBN: ​978-3-759877-99-4

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Das Tagebuch der Wanderer/ Die reale Welt


Die reale Welt

Yo, was geht ab? Lass uns mal über die reale Welt quatschen, denn die ist voll von krassen Stories, die du nicht ignorieren kannst. Ja, es gibt Verbrechen und Korruption, aber vergiss nicht, dass da draußen auch massive Helden am Start sind, die für Frieden und Gerechtigkeit kämpfen. Du musst nur richtig hinsehen, um die positiven Vibes zu checken, die unsere Gesellschaft am Leben halten. Also, bereit für ’ne andere Perspektive? Lass uns eintauchen!

Der Kampf ist echt

Verbrechen und Chaos auf den Straßen

Yo, schau dich mal um, die Straßen sind voller Chaos und Verbrecher. Immer wird dir Angst gemacht, während die Bullen nicht durchgreifen. Du siehst die Obdachlosen, die kämpfen, und die Gangs, die sich gegenseitig an die Kehle gehen. Es ist wie ein nie endender Film, der dich dazu bringt, dein Glück zu zweifeln. Aber hey, das ist die bittere Realität, mit der wir alle umgehen müssen.

Die dunkle Seite der Politik

Man, wenn du einen Blick in die Politik wirfst, wird’s schnell klar: Korruption ist das A und O. Es sind nicht die Menschen, die zählen, sondern die Dollars. Diese Politiker sind oft wie Puppen im Spiel der Lobbyisten, die dir erzählen, was gut für dich ist, während sie in ihren Villen chillen. Schau dir die Typen an, die an der Macht sind – Trump, Putin und Xi – die sitzen mit dem Finger am Knopf und wissen nicht mal, was sie anrichten können. Ungeil, oder?

Die dunkle Seite der Politik liegt tief im Sumpf von Gier und Macht. Du denkst, die sollten die Menschen vertreten? Nope! Es geht nur um ihre eigenen Interessen und um den nächsten fetten Deal. Die Lobbyisten flüstern diesen korrupte Politiker ins Ohr und beeinflussen Gesetze, als wäre es ein Spiel. Während du für dein Recht kämpfst, sitzen sie da mit ihren fetten Konten und lachen darüber, weil sie den echten Schmerz der Leute nicht fühlen. Zeit, die Augen zu öffnen und zu sehen, was wirklich abgeht in der politischen Arena, mein Freund.

Big Pharma’s Interests

Yo, lass mal über Big Pharma sprechen, man. Die packen sich die Kohle einfach ein, während die Leute mit ihren Krankheiten kämpfen. Du hast da diese Konzerne, die hinter dem Internationalen Geldschein her sind, egal, was es für deine Gesundheit bedeutet. Es geht nicht um Heilung, sondern um den Profit – das ist ihr Game. Und was ist mit den ganzen Herstellern, die Medikamente pumpen, ohne wirklich zu geben, was sie versprechen? Das ist pure Ausbeutung, Digga!

Die unbekannten Helden

Wissenschaftler auf einer Mission

Yo, die Wissenschaftler da draußen sind echte Game Changer! Die setzen sich ein, um die Natur zu retten und Probleme anzugehen, die wir oft ignorieren. Sie suchen nach Lösungen und packen’s an, statt nur rumzuhangen. Dein Planet braucht solche Leute, also respektier‘ die Brainiac-Community!

Spirituelle Krieger für den Frieden

Check das, Mönche und spirituelle Leute weltweit beten für Frieden und Harmonie. In Asien haben sich 1,2 Millionen von denen versammelt, um für gute Vibes zu sorgen. Diese Crew geht ab! Sie setzen ein Zeichen, dass der Spirit stark bleibt und die Menschheit zusammenkommt.

Diese spirituellen Krieger sind wie ein Licht in der Dunkelheit, mein Freund. Sie zeigen uns, dass in Zeiten der Verwirrung und Angst die Kraft des Gebets und der Gemeinschaft stärker ist als alles Schlechte da draußen. Wenn du denkst, es läuft alles schief, schau dir an, wie diese Leute aktiv ihren Teil beitragen, um die Welt ein bisschen heller zu machen. Sie inspirieren dich, selbst aktiv zu werden und deinen Beitrag zu leisten – egal, ob das durch Gebet, Meditation oder einfach durch das Teilen von positiver Energie ist. Lass diese Spiritualität in dein Leben, und du wirst sehen, wie viel Kraft in dir steckt, um Veränderung zu bewirken!

Die reale Welt

Yo, hör zu, die reale Welt ist ein wildes Game, voll mit Chaos und dunklen Ecken, aber vergiss nicht, dass es auch Licht gibt. Du siehst die Grinden von Leuten, die für den Frieden kämpfen, coolen Forschern, die die Erde retten wollen und echten Politikern, die am Puls des Volkes sind. Lass dich nicht von der ganzen Negativität runterziehen – du hast die Power, positiv zu denken und Teil der Veränderung zu sein. Bleib real, bleib stark, und mach die Welt ein Stück besser mit deinem Vibe!

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Das Tagebuch der Wanderer/ Vergessene Helden/ Wassili Archipow


Ein weiterer Fall aus meiner Serie über die vergessenen Helden.

Wassili Alexandrowitsch Archipow * 30. Januar 1926 im Dorf Sworkowo, Gouvernement Moskau, Sowjetunion; † 19. August 1998 in Kupawna, Russland) war ein Offizier der Sowjetischen Marine.
In der Kubakrise (Oktober 1962) verweigerte er die Zustimmung zum Abschuss eines Atomtorpedos. Dadurch verhinderte er wahrscheinlich einen Dritten Weltkrieg.

Archipow stammte aus einer Bauernfamilie. Sein Vater war Alexander Nikolajewitsch Archipow, seine Mutter Maria Nikolajewna, geborene Kosyrewa.
Nach neunjähriger Schulausbildung trat er 1942 in die 10. Klasse der Leningrader Marinespezialschule ein und im Dezember 1942 in den Vorbereitungskurs der Pazifischen Offiziershochschule. 1945 nahm er als Offiziersschüler auf einem Minenabwehrfahrzeug der Pazifikflotte an Kampfhandlungen gegen die Japaner teil.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er zusammen mit den Offiziersschülern des 3. Studienjahres zur Kaspischen Rotbanner-Offiziershochschule der Seestreitkräfte S.M. Kirow nach Baku kommandiert, die er 1947 absolvierte. Er arbeitete bis Dezember 1975 in verschiedenen Dienststellungen vom Kommandanten des Gefechtsabschnitts 1 (Navigation) eines U-Bootes bis zum U-Boot-Divisionskommandeur in der Nord-, Schwarzmeer- und Baltischen Flotte. 1951 und 1953 beendete Archipow Spezialausbildungen für Offiziere auf U-Booten und 1968 weitere akademische Kurse der sowjetischen Marine.
Von 1975 bis 1985 war er Kommandeur der Kaspischen Höheren Seekriegsschule.
Danach ging er in Pension.

Archipow war während der Kubakrise auf dem sowjetischen, mit nuklearen Torpedos bestückten U-Boot B-59 (Б-59) der Klasse Projekt 641 stationiert.
Am 27. Oktober 1962 wurde dieses U-Boot ohne vorheriges aggressives Verhalten von US-amerikanischen Zerstörern in internationalen Gewässern eingekesselt und mit Übungswasserbomben attackiert, um ein Auftauchen zur Identifizierung zu erzwingen.
Auf der einen Seite war den amerikanischen Streitkräften die nukleare Bewaffnung des U-Bootes nicht bekannt, auf der anderen Seite ging Walentin Sawizki, der Kommandant des U-Bootes, aufgrund des Beschusses davon aus, dass ein Krieg bereits begonnen haben könnte.

Für den Abschuss der Waffen war an Bord des U-Bootes die Zustimmung dreier Offiziere notwendig, namentlich Archipow (Kommandant des Flottenverbands), Sawizki (Boots-Kommandant) und des Politoffiziers Iwan Maslennikow. Archipow lehnte anfangs als einziger von ihnen den Einsatz der Nuklearwaffen an Bord ab, die im Falle eines Angriffes eingesetzt werden sollten, und konnte Sawizki schließlich überzeugen, das U-Boot auftauchen zu lassen, um auf weitere Befehle aus Moskau zu warten.
In der Folge feuerte das U-Boot B-59 keine Nuklearwaffen ab.

Archipow erlag mit 72 Jahren einem Nierenkrebs. Die Erkrankung ist vermutlich auf einen Strahlungsunfall an Bord des Atom-U-Boots K-19 der Klasse Projekt 658 zurückzuführen, eineinhalb Jahre vor der Kubakrise.
Erst im Herbst 2002 wurde auf einer Konferenz zum 40. Jahrestag der Kubakrise in Havanna offiziell bekannt, dass ein Mann namens Archipow die Menschheit vor einem Atomkrieg bewahrt habe.

Ein großer Mann von denen die Welt viel mehr gebrauchen könnte.

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Das Tagebuch der Wanderer/ Vergessene Helden/ Weihnachtsfrieden 1914


In meiner Reihe über die vergessenen Helden, möchte ich heute auf die Männer aufmerksam machen, die vom Sommer 1914 bis ins Jahr 1918 im ersten Weltkrieg gegeneinander kämpften.
Trotz aller Gegensätze fanden sich an Weihnachten 1914 über alle Gräben hinweg, Anzeichen von Menschlichkeit auf allen Seiten.

Der Weihnachtsfrieden (englisch Christmas Truce ‚Weihnachts-Waffenruhe‘) war eine von der Befehlsebene nicht autorisierte Waffenruhe während des Ersten Weltkrieges am 24. Dezember 1914 und an den folgenden Tagen.
Sie fand an einigen Abschnitten der Westfront statt, wo es vor allem zwischen Deutschen und Briten in Flandern zu spontanen Fraternisierungen kam.
Auch an Teilen der Ostfront gab es zu diesem Zeitraum keine Schusswechsel.
Der Weihnachtsfrieden des Jahres 1914 bezeichnet heute vor allem die Ereignisse an der Front zwischen Mesen und Nieuwkapelle, an der sich Deutsche und Briten kriegerisch gegenüberstanden.

Ende des Jahres 1914 hatten die sogenannten Grabenkriege im Ersten Weltkrieg ihren Höhepunkt erreicht.
An der Front im Westen standen sich die Deutschen auf der einen Seite, die Belgier, Franzosen und Briten auf der anderen Seite gegenüber.
Aufgrund schwerer Kämpfe hatten beide Kriegsgegner mit erheblichen Verlusten zu kämpfen, aus diesem Grund wurden schnell Gräben ausgehoben, um Kräfte zu sammeln und einen wirksamen Schutz gegen den Gegner zu haben.
Die Kampfzonen waren bald in einen Stellungskrieg erstarrt und die Soldaten beider Seiten vergruben sich immer mehr in ihren kilometerlangen Schützengräben.
Was die Soldaten inmitten dem ständigen Kugel- und Granatenhagel in diesen Gräben aushalten mussten, war eine schonungslose Qual.

Die Männer litten unter Platzmangel und dem immer allgegenwärtigen Ungeziefer wie Ratten oder Läusen.
Dazu kamen der Dreck und der Schlamm in den Erdlöchern, die ständige Feuchtigkeit verursachte ein großes Leid.
Im Sommer herrschte unerträgliche Hitze in den Gräben, im Winter hingegen eisige Kälte.
Die psychische Belastung für jeden Soldaten beider Seiten war enorm, denn nur eine kleine Unaufmerksamkeit, und die feindlichen Scharfschützen waren zur Stelle und erledigten ihren Auftrag.
Getötete Männer konnten oft nicht weggebracht werden und verfaulten in unmittelbarer Nähe der Gräben, was einen fürchterlichen Gestank zur Folge hatte.
So vegetierten die Soldaten in diesen Schützengräben dahin und die Stimmung beider Seiten war bald am absoluten Tiefpunkt angelangt, denn die Weihnachtszeit brach an.
Die Männer, die in den kalten Gräben feststeckten, dachten an ihre Frauen und Kinder und daran, dass sie nicht mit ihnen in einem warmen Zuhause ein ruhiges Weihnachtsfest feiern konnten.

Am 24. Dezember 1914 bekamen viele Soldaten Weihnachtsgeschenke aus ihrer Heimat und die Sehnsucht nach etwas Ruhe wurde immer größer. Zwischen den Kriegsgegnern wurde vereinbart, dass man die Gefallenen bergen konnte und nicht geschossen werden sollte.
Nachdem die Toten weggebracht wurden, begannen die ersten verfeindeten Soldaten miteinander zu sprechen.
Sie begannen sich gegenseitig schöne Weihnachten zu wünschen und kein Soldat hatte im Moment das Bedürfnis, wieder zur Waffe zu greifen.
Die deutschen Soldaten stellten kleine Tannenbäume, die sie aus ihrer Heimat erhalten hatten, auf die Gräben und zündeten Kerzen an. Auf beiden Seiten fingen plötzlich Soldaten an, Weihnachtslieder zu singen und immer mehr Soldaten verließen ihre Stellungen.
Was sich bald im Niemandsland (zwischen den Gräben liegendes Gelände) abspielen sollte, war unfassbar.

Die Soldaten, die wenige Stunden zuvor noch um Leben und Tod gekämpft hatten, tauschten nun Zigaretten und Essen untereinander aus.
Sie machten sich Geschenke, sangen Weihnachtslieder zusammen und zeigten sich Fotos von ihren Familien.
Es folgte gegenseitiges Haareschneiden und es wurde gemeinsam mit Bier angestoßen. Inmitten von Minenfeldern und Stacheldrahtzäunen wurden Fußballspiele ausgetragen und es kam zu regelrechten Verbrüderungen.
Im Mittelpunkt stand nun nicht mehr der Soldat, sondern der Mensch.
Trotz des schrecklichen Krieges waren die Soldaten auch nur Menschen mit den gleichen Bedürfnissen.
Die meisten Vorgesetzten beider Seiten akzeptieren diesen nicht geplanten Waffenstillstand, aber nur für eine kurze Zeit. Unter Androhung von strengen Disziplinarmaßnahmen mussten sich die Soldaten bald wieder in ihren unbehaglichen Gräben verschanzen und wieder zu ihrer Waffe greifen. Anschließend folgten ein paar Schüsse in die Luft, danach war wieder Krieg.

Dieses Weihnachtsmärchen vom Weihnachtsfrieden, mitten im Ersten Weltkrieg, sollte einmalig in der Weltgeschichte bleiben.
Im nächsten Jahr wurde dieser Weihnachtsfrieden unter Androhung von Kriegsgerichtsverfahren von den Befehlshabern nicht mehr geduldet.
Bis heute hat dieser Waffenstillstand eine bemerkenswerte Aussagekraft, denn wenn die Menschen es wirklich wollen, hat jede Feindseligkeit einmal ein Ende.

Der Erste Weltkrieg, der bis zum Jahr 1918 dauerte, forderte rund 17 Millionen Menschenleben.
Aber in Erinnerung blieb dabei ein vorübergehender Weihnachtsfrieden, in dem die erbittertsten Feinde zusammen feierten und für kurze Zeit sogar zu Freunden wurden.

Es ist sehr bedauerlich das man sich nicht dazu durchringt die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Militär, die mit allen Mitteln Kriege vom Zaum brechen wollen, in einer Arena zusammenpfercht und sie gegeneinander antreten lässt.
Dann wäre das Thema Krieg ein für alle mal vom Tisch und keine Unschuldigen müssten mehr für den Machtwahn solcher Monstren sterben.

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Das Tagebuch der Wanderer/ Vergessene Helden


Dies ist mein erster Beitrag über Menschen die ich ganz besonders bewundere weil sie im Moment größter Gefahr die richtigen Entscheidungen trafen.
Aufgrund dieser Entscheidungen konnten viele Menschenleben gerettet werden und wir ALLLE sind diesen Menschen zu größtem Dank verpflichtet.
Aber gleichzeitig hatten die Entscheidungen die diese Menschen trafen, sehr NEGATIVE Auswirkungen für sie.
Aufgrund der heutigen, völlig chaotischen Lage in der Welt, will ich darauf hinweisen das es auch anders geht.
Ich will heute mit einem ganz besonderen Menschen anfangen, der dafür gesorgt hat das Sie diesen Beitrag heute lesen können.
Sein Name war Stanislaw Petrow.

Im September 1983, meldete die sowjetische Frühwarnzentrale, den Anflug amerikanischer Atomraketen.
Es bleiben nur Minuten, um den Gegenschlag mit den eigenen Raketen zu starten.
Das Schicksal der Welt hängt von der Entscheidung eines einzigen Mannes ab, Stanislaw Petrow.
Der psychische Druck einer solchen Entscheidung muss unvorstellbar hoch gewesen sein.
Er entschied sich gegen den Start, weil er trotz des Durcheinanders einen unglaublich kühlen Kopf bewahrte und sich sagte, das der Feind nicht mit einem Bruchteil seiner Atomraketen einen Krieg anfangen würde.
Der Wahnsinn des kalten Kriegs in Hochform.
Die Sowjets hatten seit Mitte der siebziger Jahre mehr als 400 Raketen des Typs SS-20 “Saber” in Dienst gestellt, Spitzname: “Schrecken Europas”.
Zwei Drittel der modernen Raketen waren auf Westeuropa ausgerichtet, auf Ziele wie London, Paris, Bonn. Jede Rakete verfügte über eine Sprengkraft von bis zu einer Megatonne, 50-mal mehr als die 1945 über dem japanischen Nagasaki abgeworfene Atombombe “Fat Man”.
Im Frühjahr 1983 berechneten Ärzte aus Ulm die Folgen eines Angriffs mit einer sowjetischen SS-20 auf ihre Stadt.
Ihr Ergebnis: Im Bruchteil einer Sekunde würde über Ulm ein Feuerball von mehreren Hundert Metern Durchmesser entstehen.
Die Innenstadt würde ausradiert, an der Stelle des gotischen Münsters ein Krater klaffen.
Selbst im Umkreis von vier Kilometern Entfernung um die City würden Gebäude wie Kartenhäuser zusammenfallen.

Die Bilanz einer einzigen Bombe: 123.000 Tote, 80.000 Schwerverletzte.

Moskau rechnete jederzeit mit einem Atomangriff
Der Westen bescherte uns die Aufrüstung mit den Pershing-II Raketen.
Die Stimmung war aufgeheizt, Moskau rechnete jederzeit mit einem Überraschungsangriff der USA, Sowjets waren überzeugt, Amerika plane den Erstschlag.
Wo Oberst Petrow arbeitete – davon hatte seine Familie keine Ahnung.
Frau Raissa und die beiden Kinder stellten nie Fragen. Am 25. September 1983 verabschiedeten sie Petrow, um 20 Uhr begann seine Schicht in Serpuchow-15.
Der Ort, rund 90 Kilometer südlich von Moskau, war auf keiner frei erhältlichen Landkarte verzeichnet, eine geschlossene Stadt, errichtet um einen Stützpunkt der Streitkräfte der Luftverteidigung.
Hier befand sich die Zentrale des satellitengestützen Raketenwarnsystems “Oko”, hier diente Oberst Petrow.

Der Feind soll früher sterben – das ist die Logik des Kalten Krieges

Obschon vom Rang Offizier, war Petrow selbst Zivilist, ein studierter Ingenieur.
“Die Welt kann froh sein, dass ich in dieser Nacht das Kommando geführt habe – und kein dumpfer Militär”, sagt Petrow heute.
Vielleicht hätte ein Militär anders entschieden, streng nach Vorschrift, vermutlich falsch. Petrow dagegen vertraute seinem Gefühl.
Der Nutzen der damaligen Frühwarnsysteme war damals sehr begrenzt.
Dessen Satelliten können einen bevorstehenden Nuklearschlag zwar rund zehn Minuten früher melden als die klassische Radarüberwachung, doch ihn verhindern können sie nicht
Immerhin konnte man den vernichtenden Gegenschlag früher starten, als wenn man sich nur auf Radarüberwachung stützt,
Dutzende Millionen Menschen auf der Seite des Feindes stürben dann wenige Minuten früher. In der Logik des Kalten Krieges ist das ein Fortschritt.
Nachdem die Amerikaner als erste ein eigenes Frühwarnsystem in Betrieb genommen hatten, arbeiteten die Sowjets fieberhaft daran, den Rückstand wettzumachen.
Ab 1972 wuchsen in Serpuchow-15 die Antennen von “Oko” in die Höhe, Petrow war von Anfang an dabei.
Die Computerprogramme stammten von ihm, und auch das Handbuch zur Bedienung des neuen Systems.
Für Petrow war es der Job, den er sich stets erträumt hatte. “Ich war so glücklich, als ich erfuhr, dass ich mit dem Kosmos zu tun haben würde.”

Sirenen künden vom Beginn der Apokalypse

Doch an jenem 26. September verwandelte sich der Traum in einen Alptraum.
Kurz vor Mitternacht jaulten die Sirenen, auf dem 30 Meter messenden Bildschirm vor Petrow leuchteten rote Buchstaben auf: START.
Das System hatte den Abschuss einer Atomrakete von einer US-Basis registriert. Spionagesatellit Kosmos 1382, seit einem Jahr im All, meldete den Beginn der Apokalypse. 25 Minuten blieben bis zum Einschlag, irgendwo in Russland.
Im Kontrollzentrum Serpuchow-15 richteten sich die Augenpaare von 200 Mitarbeitern auf Oberst Petrow.
Dass ein Atomschlag stattfinden würde, schien damals nicht nur möglich, sondern sogar höchst wahrscheinlich.
Russische Spione hatten kurz zuvor von einem geplanten Großmanöver der Nato erfahren. “Able Archer 83” sollte Ende November starten – und einen Atomkrieg simulieren.

Falscher Alarm oder totale Vernichtung?

Petrow jedoch bewahrte Ruhe. Er erhob sich von seinem Pult. Jeder seiner Untergebenen sollte ihn sehen.
Er konnte jetzt keine Panik gebrauchen, er brüllte: “Hinsetzen! Weiterarbeiten!”
Petrow dachte in diesem Moment weder an die Millionen möglicher Opfer eines Nuklearkonflikts noch an seine Familie, er dachte an Teelöffel: Niemand löffelt einen Wassereimer langsam mit einem Teelöffel aus, sagte er sich leise, niemals würden die USA einzelne Raketen auf die UdSSR feuern.
Ein nuklearer Angriff würde mit der Vernichtungskraft von Hunderten Raketen gleichzeitig erfolgen, so hatte er es gelernt. “Nur: Sicher war ich mir in dem Moment natürlich nicht”, erinnert sich Petrow.
Dann rief er seinen Vorgesetzten an. “Es ist ein falscher Alarm”, rapportierte Petrow.
Die Leitung knisterte. “Verstanden.” Als Petrow auflegte, jaulten die Sirenen erneut: Kosmos 1382 meldete den zweiten Raketenstart und wenig später den Anflug drei weiterer Raketen.
Die Systeme in Serpuchow-15 liefen einwandfrei, sie melden keine Fehler. Petrow misstraute den Riesenrechnern, die in 16 Schränken leise schnurrten, dennoch: “Wir sind klüger als die Computer.
Wir haben sie geschaffen.”

750 Millionen Tote, 340 Millionen Verletzte – die Bilanz eines Atomkriegs

Niemals war die Welt der atomaren Vernichtung näher als in dieser Nacht, sagt Bruce Blair, US-Abrüstungsexperte und heute Chef des World Security Institute. “Die oberste sowjetische Führung hätte, wenn sie über einen Angriff informiert worden wäre und da sie binnen Minuten einen Entschluss fällen musste, die Entscheidung für einen Vergeltungsangriff getroffen.” Andropow, der damals bereits vom Krankenbett aus regierte, hätte wohl den “roten Knopf” gedrückt – und damit einen tatsächlichen Nuklearschlag der Amerikaner provoziert.
Der SPIEGEL berichtete 1983, was ein Atomkrieg für die Welt bedeuten würde: Rund 5000 Sprengköpfe würden über dichtbesiedelten Gebieten in Nordamerika, Europa und Asien niederregnen, 1124 Städte, praktisch alle Zentren mit mehr als 100.000 Einwohnern, würden ausgelöscht.
Der Cambridge-Mediziner Hugh Middleton rechnete weltweit mit 750 Millionen Toten und 340 Millionen Verwundeten.
Doch dank Stanislaw Petrow kam es nicht dazu.
Nach wenigen Minuten bestätigen die Radarsysteme seine Einschätzung. Es war ein Fehlalarm.
Vermutlich täuschte ein von einer seltenen Wolkenformation reflektierter Sonnenstrahl das sowjetische Warnsystem, Satellit Kosmos 1382 deutete den Lichtblitz als Start einer Rakete.

Tadel von der eigenen Führung, Ehrung vom Klassenfeind

Oberst Petrow hat seiner Frau Raissa nie erzählt von jener Nacht und den fünf Raketenphantomen, der Vorfall unterlag der Geheimhaltung.
Erst 1998 enthüllte ihn Generaloberst Juri Wotinzew, damals Petrows Vorgesetzter, in einem Interview. Raissa aber starb schon 1997 an Krebs.”

Bereits 1984 freiwillig aus dem Militärdienst ausgeschieden, arbeitet der Russe bis zu seiner Rente bei einem Forschungsinstitut und verbringt seine letzten Lebensjahre nach dem Tod seiner Frau bescheiden und zurückgezogen. Nur durch Zufall erfährt die Welt ein halbes Jahr nach seinem Ableben im Mai dieses Jahres vom Tod des Mannes.

Auch wenn Stanislaw Petrow selbst nie ein Held sein wollte: Er wird für immer als der Mann in Erinnerung bleiben, der die Welt und Millionen von Menschen vor einem nuklearen Inferno bewahrt hat.

„Die beste Art einen Feind zu zerstören, ist ihn sich zum Freund zu machen!“ (Stanislaw Petrow)

Hier ist der Link zur großartigen Dokumentation über Stanislaw Petrow.
https://www.arte.tv/de/videos/039911-000-A/der-mann-der-die-welt-rettete/

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Das Tagebuch der Wanderer/ Opa Franz


Liebe zu einem Unbekannten

Späte Stunde, früher Morgen — egal. Es geht um Liebe zu einem Menschen, den ich nie gekannt habe. Meinen Großvater. Er starb zwei Jahre, bevor ich geboren wurde, und doch ist er in meinem Kopf so gegenwärtig, als hätte er mir gerade eben noch die Hand auf die Schulter gelegt. Wer ihn kannte, sagt: Er war etwas Besonderes. Gestorben 1959, Magenkrebs. Und trotzdem — er lebt weiter, in Geschichten, in Blicken der Alten, in einem Ton von Güte, der nicht vergeht.

Verdun – der Fleischwolf

Ursprünglich diente er bei der Kaiserlichen Garde, dann zog ihn der Erste Weltkrieg an die Westfront, Richtung Verdun — „der Fleischwolf“, so nannten es die Soldaten. Ein Angriff, Schlamm, Geschrei, und er stürzt in einen Bombentrichter. Um ihn herum: Körper, deutsche, französische — im Tod ist die Nationalität abgewischt. In der Hand eines Toten ein kleines Heft, eher wie ein Schulheft. Er nimmt es an sich, hofft auf einen Namen, eine Adresse, irgendetwas, das einen Menschen zurückgibt. Stattdessen findet er Verse: Sprüche in Reimform, Sätze wie leise Werkzeuge.

Er überlebt diesen Krieg mit viel Glück. Zuhause, auf dem Hof, liest er die Sprüche wieder — und beginnt, Tiere zu besprechen. Erst zögerlich, dann mit einer Sicherheit, die nur aus Erfolg kommt. Sich herumsprechender Erfolg. Wenn auf einem Nachbarhof ein Tier krank wurde, hieß es: „Hol schnell den Franz Ledder, der bringt das in Ordnung.“ Er nahm nie Geld dafür — zum Ärger meiner Großmutter, die mit Geld viel nüchterner war. Er nahm Zeit. Und er nahm sich das Leid zu Herzen.

Der zweite Krieg – und Menschlichkeit unter Gefahr

Dann kommt der Zweite Weltkrieg. Mein Großvater ist eigentlich zu alt, um „wehrfähig“ zu sein, aber man zieht ihn ein — als Wachmann in einem Kriegsgefangenenlager. Die russischen Gefangenen sind in erbärmlichem Zustand. Er will etwas tun. Aber unter den Wachleuten sitzen hundertprozentige Nazis; ein falscher Schritt, und sie hätten ihn verraten.

Also nimmt er zwei Gefangene mit „in die Kreisstadt“ — so lautet die vorgeschobene Version—in Wirklichkeit gehen sie auf die Felder Kartoffeln klauen. Er ist bewaffnet, zur Tarnung und aus Schutz; er schärft ihnen ein: Wenn jemand fragt, sagt ihr, ich bringe euch zum Verhör. Mein Großvater spricht Russisch, er kann sich verständigen, Missverständnisse entschärfen. Er weiß nicht, dass einer der beiden ein hoher russischer Offizier ist, der sich in der Uniform eines gewöhnlichen Soldaten verbirgt.

Der Krieg endet. Irgendwann später wird mein Großvater von einem russischen Einsatzkommando aufgegriffen — Razzien, Vergeltung, kurze Prozesse. Man bringt ihn in die Kommandantur. Die Wahrscheinlichkeit zu überleben: gering. Einer der Offiziere, die ihn verhören sollen, ist genau jener Mann aus dem Lager. Er erkennt meinen Großvater — und dann bricht ein Donnerwetter los, aber nicht gegen ihn: Die Soldaten, die ihn angeschleppt haben, werden zwangsversetzt. Mein Großvater kommt frei.

Später arbeitet er dort als Übersetzer. Er und der Offizier werden — so weit man das in jener Zeit sagen konnte — Freunde.

Nachklang

Diese Geschichten erzählte mir meine Großmutter immer wieder. Nach dem Fall der Mauer bekam ich sie von mehreren Seiten bestätigt — Menschen, die ihn kannten, die Jahrzehnte später noch diesen bestimmten Ton in der Stimme bekamen, wenn sie seinen Namen aussprachen.

Ich denke oft an ihn. An den Mann, der im Fleischwolf ein Heft fand, das Leben heilte. An den Wächter, der Kartoffeln stahl, um Würde zu bewahren. An den, der nichts nahm und trotzdem viel gab. Und daran, wie Liebe zu einem Unbekannten wachsen kann: aus Sätzen, aus Taten, aus stillen Beweisen von Menschlichkeit, die über ein Leben hinaus halten.

Vielleicht ist das der Grund, warum ich ihn vermisse, ohne ihn gekannt zu haben: weil er zeigt, was gut ist, wenn es darauf ankommt — leise, entschieden, ohne Quittung. Und weil diese Art Güte uns fehlt, bis wir sie selbst weitergeben.

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