
Acht Jahre
Fast acht Jahre ist es her, dass Isabel ihre sterbliche Hülle abgelegt hat — und sie fehlt mir noch immer.
Oft gehe ich nach dem Friedhof die alten Wege zurück. Ich trete in die Läden, in denen wir einkauften, gehe an den Orten vorbei, an denen wir spazieren gingen. Überall liegen Echos ihres Lebens: ein Licht auf einer Fliese, ein Geruch nach Brot, ein Ton, der genau so nur mit ihr klang. Dann ist sie um mich — nah, warm, wie ein Mantel aus Erinnerung. Versuche ich jedoch, nach ihr zu greifen, löst sie sich auf, wie Atem am Glas.
Und doch weiß ich: Sie ist da.
Nicht als Hand in meiner Hand, sondern als Gegenwart im Zwischenraum, als leiser Takt, der meine Schritte hält.
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