Das Tagebuch der Wanderer/Die Industrie der Angst


Die Industrie der Angst

In meiner Sicht läuft in dieser Welt viel Übles, jenseits dessen, was die „normale Bevölkerung“ noch steuern kann. Überall wirkt eine Industrie der Angst: Medien, Politik, Wirtschaft, Militär — Apparate, die Furcht erzeugen, weil Furcht Kontrolle bedeutet. Diener der Götzen Mammon und Gier halten die Maschine am Laufen; wem dabei das Leben gebrochen wird, ist Kollateralschaden.

Sie melken Krisen wie Kühe. Heute Pandemie, morgen „Energiekrise“, übermorgen Krieg — je nach Bedarf. Sie hetzen Völker gegeneinander auf, um anschließend am Wiederaufbau zu verdienen und mit ihren Marionetten zu plündern. Teure Anzüge, kalte Augen, neue Vorwände — immer dasselbe Spiel. (Dass ich Corona-, Klima- und Kriegsnarrative so lese, ist meine Position — kein Freifahrtschein, medizinische oder wissenschaftliche Arbeit zu verachten. Ich kritisiere die Instrumentalisierung von Angst.)

Und wir? Zu oft leisten willfährige Helfer Schützenhilfe—mit Symbolaktionen, die das System füttern, statt es zu durchschauen. „Das Klima“ müsse man retten, heißt es. In meiner Sicht müssen vor allem Menschen vor der Angst-Ökonomie geschützt werden. Mutter Natur hat Zeit. Sie zieht notfalls den Stecker und beginnt neu; vom Virus Mensch bliebe dann nicht einmal Staub.

Ich wünsche mir das Gegenteil: weniger Panikhebel, mehr Transparenz; weniger Schuldzuweisungen, mehr Selbstermächtigung. Angst ist ein Geschäftsmodell — aber nur solange wir kaufen. Wenn wir die Lieferung verweigern — Aufmerksamkeit, Klicks, Gehorsam—trocknet die Industrie der Angst aus.

Das ist kein Aufruf zur Gleichgültigkeit. Es ist ein Aufruf zur Klarheit:

  • Prüfe Motive und Geldflüsse.
  • Unterscheide Fakten von Frames.
  • Pflege Mut, der ohne Feindbild auskommt.

Erst dann hat Hoffnung wieder Deckung — und Macht wieder Gegenmacht.

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