
„In der Knechtschaft unserer Sinne.“
„Die Dinge sind nicht immer so wie sie zu sein scheinen“
(Phaedrus-römischer Fabeldichter.)
Wir sind Gefangene unserer eigenen Realität, und unsere Sinne sind die Wärter dieses unsichtbaren Gefängnisses. Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken – sie alle wirken wie trügerische Verbündete, die uns etwas vorgaukeln, das gar nicht existiert. Eine Welt aus Farben, Geräuschen und Empfindungen, die uns nur die Illusion von Wirklichkeit vermittelt. Wir glauben, frei zu sein, doch in Wahrheit sind wir durch die Schranken unserer Wahrnehmung gefesselt. „So ein Unsinn!“, werden Sie sagen. „Dieser Mann hat wohl endgültig den Verstand verloren.“ Und ich nehme es Ihnen nicht übel – wirklich nicht. Warum auch? Schließlich sind wir alle Gefangene des Gleichen, umgeben von den Mauern einer Realität, die uns jeden Tag bestätigt, dass das, was wir sehen und fühlen, die ganze Wahrheit sei.
ISBN: 978-3-759890-36-8
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